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Was hat Räuchern mit Qigong zu tun?

Räuchern und Qigong

Wie ihr wisst, lieben wir neben Räuchern – guter Energie in den Räumen – auch Qigong – gute Energie im Körper. Regelmäßig und täglich starten wir in der Früh mit “Fit am Morgen” in den Tag mit einer feinen online-qigong-Familie.

Renate, ein liebes Mitglied dieser Familie hat eine schöne Erfahrung mit diesen beiden Impulsen schriftlich festgehalten. Danke dir dafür, Renate und allen viel Freude beim Lesen:

Sonntagnachmittag im Januar

Ein später Sonntagnachmittag im Januar. Im kleinen Wohnzimmer. Der Tag neigt sich dem Ende zu und ich habe Lust auf Räuchern. Ein guter Wochenabschluss.
Und nach einiger Zeit steigen also die Rauchwölkchen nach oben. Aus meiner Räucherschale auf dem Tisch. Transformiertes Räucherwerk, was die Kohle verlässt. Jedenfalls ein Teil davon.

Es ist schon sehr dämmrig. Im Hintergrund brennt eine dicke Kerze. Die teilt den aufsteigenden Rauch in drei Abschnitte ein: unten, direkt über der Schale, ist er kaum zu sehen, dann taucht er in das weiche Licht der Kerze, bevor er wieder im Dunkel des Zimmers verschwindet.

Ich sitze ganz still und atme tief den Duft des Rauches ein. Beobachte konzentriert und wie gebannt das Geschehen da vor mir.

Was da so alles auftaucht im Rauch! Wenn er das Licht durchwandert! Immer wieder kleine und große Spiralen, Quallen mit ihren Tentakeln, die sich wie im Meer mühelos nach oben bewegen, ein losgelassener Luftballon auf dem Weg ins Blaue, Engelsflügel, die unsichtbare Wesen zwischen sich tragen, fadige, sich drehende Würmer wie Gedanken, die man lieber nicht zu Ende denkt und im Dunkel des Geistes versenken möchte, herzförmige, sich beim Aufsteigen erweiternde Wölkchen, die mich lächeln lassen. Und manchmal auch einfach ein kräftiger Rauchschwall, der senkrecht nach oben drängt.

Alles von einer Feinheit und Zartheit in dem Licht der Kerze, die auf mich übergeht. Nichts hat wirklich Kontur und Form, alles fließt und verändert sich. Überall Bewegung.

Zusammenhang Räuchern und Qigong

Und damit kommt mir wie in einem Geistesblitz ein ganz anderer Zusammenhang in den Sinn, oder ist es vielleicht gar kein anderer?

Das ist ja genauso wie beim Qigong! Das Zur-Ruhe-Kommen, sich konzentrieren, mit seinen Gedanken und Bildern, Gefühlen und Körperempfindungen in den Spiegelpunkt dort am leeren Horizont eintauchen, durch diesen leeren Punkt hindurchgehen und alles zurück in die eigene Mitte bringen. Beobachten. Ein- und ausatmen. Dabeibleiben. Wie beim Beobachten des Rauches, der aufsteigt. Den Raum erfüllt und wieder absinkt.

Beim Qigong gehe ich weiter. In einer Feinheit und Zartheit, die alles Wohlwollen mir gegenüber einschließt, komme ich ins Fließen. Tauche in das Qi ein, spüre es und verbinde mich vollkommen damit. Lasse den Körper geschmeidig und weich werden, transformiere das Feste in Licht und Transparenz. Schicht für Schicht. Werde zu einem Wassertropfen und bin gleichzeitig das Meer.

Leer und doch nicht leer. Ich bin nicht mehr Ich, und doch bin ich es noch.
Immer wieder neu lege ich ein wenig Räucherwerk auf die heiße Kohle. Die Stille ergießt sich in den Raum und in mich. Es kribbelt überall in meinem Körper. Ich bin hellwach. Dankbarkeit füllt mich aus. Und alles lächelt, wie beim Qigong.

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